//Armelle Cardot-Froeligerles sonneurs de flustes | program
 

Content Desir

Musik aus dem Frankreich des 16.Jahrhunderts

Mit Armelle Cardot-Froeliger (soprano)

Die Vingt et sept chansons musicales von Pierre Attaingnant (Paris, 1533) bilden einen wichtigen Bestandteil im Repertoire der Consortmusik für Flöten. Einige dieser Chansons finden sich im Oeuvre anderer Komponisten wieder. So diente manch' weltliche Melodie als Grundlage für ein religiöses Werk, wie beispielsweise „Content desir“ von Claudin de Sermisy (ca.1490-1562): Dieses Gedicht stellt sich bei näherer Betrachtung als weltliche Nachdichtung des biblischen 23. Psalms heraus. Leider gibt es hierzu keine überlieferte Musik. Claude Goudimel (1514/20-72) jedoch vertonte seinerseits den 23. Psalm - und diese Kompostion steht im Zentrum des Programms.
Das Ensemble Les Sonneurs de Flustes enthüllt den musikalischen Reichtum dieser prunkvollen Epoche und gibt einen Einblick in die Welt des 16. Jahrhunderts, wo neben sakralen Werken von Claude Goudimel und Chansons von Orlando di Lasso (1530/32-94) auch Tänze aus der berühmten Sammlung Musique de Joye von Jaques Moderne (1554) zum Erklingen gebracht werden.


Was wirdt es doch

Tenorlieder im Deutschland des frühen 16.Jahrhunderts

Unter den zahlreichen überlieferten Tenorliedern sind zwei Sammlungen für die Flöte von entscheidender Bedeutung. Georg Fosters Frische teutsche Liedlein (Nürnberg, 1539) ist mit handschriftlichen Randvermerken mit Bezug auf die Flöte erhalten geblieben und Das Liederbuch des Arnt von Aich (Köln, um 1519) weist gar auf seiner Titelseite auf die besondere Eignung dieses Instruments für einige Stücke hin.
Das Programm stellt eine Auswahl von Tenorliedern dieser zwei Quellen vor, einschliesslich Ludwig Senfls (um 1486-1542/43) Was wirdt es doch, das sich auf die dubiosen Umstände bei der Wahl Karls V zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation bezieht.
Zusätzlich werden auch Werke aus einer weiteren wichtigen Tenorlieder-Quelle (Wien Österreichische NB Mus. Hs. 18810) vorgestellt, zusammen mit Intavolierungen aus Arnolt Schlicks Tabulaturen etlicher lobgesang vnd lidlein (Mainz, 1512), alles in allem ein bezaubernde Auswahl von Stimmungsbildern dieser oftmals vernachlässigten Musik.



 
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